Ich umgebe mich den ganzen Tag mit Musik. Auf der Arbeit sind es Playlists bei YouTube, zuhause ist es Spotify. Wenn ich Musik höre, geht es mir gut. Ja, auch wenn ich total melancholische und traurige Songs höre. Jeden Monat stelle ich euch eine Liste meiner persönlichen Favoriten vor.

Ed Sheeran – Perfect

Sind wir mal ehrlich: Fast jeder Song von Ed Sheeran ist einzigartig und wunderschön. „Perfect“ ist unfassbar stimmig. Er ist gefühlvoll, hat einen tollen Rhythmus und Sheeran spielt mit dem Tempo. Die Drums im Hintergrund, das Piano und die Streichinstrumente erinnern an einen Oldie, aber das Lied ist modern gesungen und reißt mich jedes Mal mit. Definitiv mein Platz 1 im November.

Sara and Kenny – Word

Ich könnte allen Songs von Sara and Kenny jeden Tag lauschen. Das wunderschöne Paar nutzt so viele Instrumente extrem professionell und schafft zu zweit eine atemberaubende, entspannte Stimmung mit jedem einzelnen Song. Diesen Song mag ich besonders gerne, weil er beschreibt, wie man genau an dem Punkt des Lebens angekommen ist, an den man immer wollte. Man geht seinen eigenen Weg, konzentriert sich auf das Hier und Jetzt und lässt sich alle Möglichkeiten offen, ohne auf die anderen zu hören. An diesem Punkt bin ich angekommen. Ich verwirklich mich und meine Gedanken. Ich bin ich. Ich schreibe über die Dinge, an die ich glaube und die mir wichtig sind. Danke, Sara and Kenny!

Lord Huron – The Night We Met

Seit ich „13 Reasons Why“ gesehen habe, werde ich dieses Lied nicht mehr los. Das Projekt Lord Huron wurde 2010 als Soloprojekt gestartet. All seine Lieder sind reine Fiktion, die laut Ben Schneider, dem Lead Sänger und Gitarristen oft mehr über die Realität ausdrücken können, als eine Dokumentation. „I’ve been searching for a trail to follow again. Take me back to the night we met.“ Jemand verliert sich in der Welt und findet nicht mehr den richtigen Weg, nachdem er jemanden kennengelernt hat und wünscht sich nun in die Nacht zurück in der er diese Person getroffen hat. Denn vor der ersten Berührung war noch alles in Ordnung. Eines der Lieder, die ich in Schleife hören kann und die nie tot gehört sind.

Cloves – Don’t forget about me

So wundervoll melancholisch und traurig. Es werden Situationen beschrieben, in denen man mit dem einen Menschen zusammen sein möchte und in denen man ihn wirklich braucht. Und immer schwebt diese Angst mit, dass man ihn verliert. Cloves spielt mit den Höhen und Tiefen des Liedes. Die Strophen sind tief gesungen, während der Refrain mit hohen Tönen überzeugt. So wirkt die Sängerin gleich noch verzweifelter. Das Einzige, das sie wissen möchte ist nur, dass ihr Mensch sie nicht vergessen wird.

Asa – Be My Man

Jemand hat mir die Musik von Asa diesen Monat vorgestellt und ich habe mich sofort in ihre soulige Stimme und ihre besondere Art zu singen verliebt. Wenn sie singt, befinde ich mich nicht mehr zuhause auf meiner Couch. Ich gehe über sonnige Straßen, bin völlig entspannt und möchte tanzen. „Be My Man“ vom Album „Beautiful Imperfection“ erzählt, was sie dem Mann ihres Herzens jeden Tag geben würde, was jedoch alles nichts mit der Vorstellung ihrer Mutter von einer perfekten Frau zu tun hat. Das Wichtigste sei, dass sie jeden Tag ihm gehört.

Chris Tshisumpa – So nah

Ich habe Chris Tshisumpa ein Akustik-Set in meiner Lieblingsbar spielen hören. Den ganzen Abend hing ich an seinen Lippen. Einen 20-jährigen mit derartigem Talent sieht man selten. Seine Texte sind tiefgründig und gefühlvoll. Dazu der Crisp in seiner Stimme  – man kommt nicht umhin, ihn die ganze Zeit singen hören zu wollen.  Seit diesem Abend höre ich sein Album „Staunen“ bei Spotify rauf und runter. Und weil ich ja auf alles, was mit Liebe zu tun hat stehe, ist „So nah“ natürlich einer meiner Favoriten.

Luis Fonsi feat. Demi Lovato – Échame la culpa

Nachdem es mir „Despacito“ im Sommer schon so angetan hat, überzeugt mich auch der neue Song von Luis Fonsi. Dieses Mal hat er sich die hübsche Demi Lovato dazu geholt, deren Gesang leider immer wieder unterschätzt wird. Demi Lovato ist auch für die Bodypositive-Bewegung nicht unwichtig und hat ohnehin all meine Sympathien. Fonsi und Lovato haben einen Song erschaffen, bei dem ich putzend durch meine Wohnung tanzen werde.

Jake Wesley Rogers – Only you

„Only you“ ist einer meiner All Time Favorites. Es gibt viele überzeugende Versionen des Songs. Eine davon ist auch die von Selena Gomez, die bei „13 Reasons Why“ gespielt wird. Rogers Version ist aber langsamer und melancholischer und passt somit hervorragend in den Herbst.

Sam Smith –  Too Good At Goodbyes

Immer wieder verlassen oder abgewiesen hinterlässt seine Spuren. Und irgendwann kann man sich nicht mehr völlig fallen lassen. Man wurde zu oft enttäuscht, so dass man sich nicht mehr hundertprozentig jemandem hingeben kann. Man hat die Enttäuschungen schon so oft durchlaufen, dass man irgendwann kalt auf sein Gegenüber, das sich so viel Mühe gibt, wirkt. Beim ersten Verlassen-werden ist da diese Panik und Verzweiflung, doch irgendwann hat man sich daran gewöhnt, die Tränen werden weniger und es wird einem völlig gleichgültig, was als nächstes passiert.  Ständiges Verletzt-werden geht an niemandem spurlos vorbei. Darum geht es in diesem herzzerreißenden Song. Doch man muss aufstehen und darf die Hoffnung nicht verlieren, dass eines Tages jemand kommt, der es wirklich ernst meint.

Ingo van Thiel – Infinity

Ingo van Thiel bringt gute Laune. Jeder Song ist völlig individuell, rockig, bluesig, melancholisch. Van Thiels Talent kann nicht auf eine Musikrichtung begrenzt werden. Gemeinsam mit seiner Band bestehend aus Richard, Maggie und Korbinian erschafft er bei Live-Konzerten eine angenehme, entspannte Stimmung. Gleichzeitig wippt man aber automatisch mit. Songs wie „Infinity“, deren Chorus gleich im Ohr bleiben, überzeugen. Das neue Album „Song Machine“ ist vor wenigen Wochen erschienen und definitiv eines meiner Lieblinge für den grauen Winter.

Und noch 10

Ryan Tennis  – I Remember
…weil er singt „I remember one night“ und ich bei Ryans Konzert jemanden kennengelernt habe und das auch eine Nacht ist, an die ich mich hoffentlich ewig erinnern werde.

Eminem feat. Beyoncé – Walk On Water
…weil Eminem zurück ist und ich mich sehr darüber freue und der Song einfach herausragend ist.

 Jake Bugg feat. Noah Cyrus – Waiting
…weil niemand ein solches Talent von Noah Cyrus, Miley Cyrus‘ kleiner Schwester erwartet hätte und der Song so wunderschön nach Oldie klingt.

Zahara – Ndize
…weil mich ihre Musik immer an einen sehr besonderen Menschen erinnert.

Chronixx – Ghetto Paradise
…weil Chronixx inspirierend ist und ich bei seiner Musik immer gute Laune bekomme, auch wenn seine Songs teilweise sehr nachdenklich stimmen können.

Rhys Lewis – Be Your Man
…weil es einfach richtig ins Herz geht.

Andrea Bocelli – Falling In Love With You
…weil so viele Musiker versuchen, den Elvis-Sing zu covern, es aber nur wenige so überzeugend schaffen.

Florence + The Machine – Stand By Me
…weil nur Florence so wunderschön und individuell covern kann.

Joy Division – Love Will Tear Us Apart
…weil ich dabei bei strahlendem Sonnenschein im Auto sitze und die Autobahn entlang sause.

Culture Club – Karma Chameleon
…weil es einer der besten Songs on earth ist und ich eine sehr spaßige Autofahrt mit meiner Mutter dazu hatte.